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lernen und arbeiten -


1. März 2013

Besser arbeiten

Erst kürzlich habe ich die folgende Liste entdeckt, die von Peter Fischli / David Weiss kommt: “How to work better” (1991). Das war zwar sicher nicht in pädagogischer Absicht von den beiden Künstlern so formuliert, hat aber was. Ich habe der besseren Lesbarkeit halber die Punkte hier nochmal aufgeschrieben. Wenn man diese Empfehlungen berücksichtigt, wird das Arbeiten wirklich “besser”. In jeder Hinsicht.

HOW TO WORK BETTER

1.   DO ONE THING AT A TIME
2.   KNOW THE PROBLEM
3.   LEARN TO LISTEN
4.   LEARN TO ASK QUESTIONS
5.   DISTINGUISH SENSE FROM NONSENSE
6.   ACCEPT CHANGE AS INEVITABLE
7.   ADMIT MISTAKES
8.   SAY IT SIMPLE
9.   BE CALM
10. SMILE

24. März 2012

Gute Laune mit UOGB

Habe ich gerade entdeckt (danke, Katt)

25. Februar 2012

Aldi-Tüten

Bis zum 4.3.2012 läuft noch im Wilhelm-Hack-Museum die viel gelobte Ausstellung “I love Aldi”.

In diesem Zusammenhang habe ich erfahren, dass die Gestaltung der Tüte von Aldi-Nord von Günter Fruhtrunk stammt. Dieser zu früh und schon 1982 verstorbene Künstler, dessen Werk ich sehr schätze, hat sich leider von diesem Werk später distanziert. “Ich habe gesündigt”, soll er nach seiner Auftragsarbeit für Aldi geäußert haben (Quelle: monopol)

Schade eigentlich. Millionen von Menschen können täglich dieses unlimitierte Multiple nutzen. Populärer kann man Kunst eigentlich nicht machen.

24. Februar 2012

Leicht Lesen = Verständliches Deutsch für alle!

Heute werbe ich einmal für die Verwirklichung einer bestechenden Idee auch in Deutschland.  Ich zitiere aus einer Mail der Hamburger Initiatorin:

“Es geht darum, komplizierte Texte in Behördentexten und -broschüren zu vereinfachen. Später sind auch Nachrichten, Internetseiten, Romane etc. in leichter
Sprache denkbar.
Die Idee kommt aus Schweden, wo das Projekt “lättläst” bereits seit über 30 Jahren erfolgreich läuft und vielen Menschen das Verstehen von Texten vereinfacht.”

Wer sich informieren will, findet hier den Link zum Projektvorschlag und hier den Link zum schwedischen Original.

16. Januar 2012

Sinnvolles Rating?

Ratings – auf gut Deutsch also Bewertungen – gibt es ziemlich viele, mittlerweile für fast alles und jedes. Bei der AKAD spielt zum Beispiel das Rating des HIS (Hochschul-Informations-System) eine Rolle. Kein Wunder, viele potenzielle Studenten orientieren sich an dieser “Bestenliste”, dem Studienqualitätsmonitor  (in dem die AKAD erfreulicher Weise auch sehr gut platziert ist).

Ratingagenturen wie Standard & Poor’s sind in der Finanzwelt tätig – und bewerten die Bonität einzelner Länder auf Grundlage der ihnen vorliegenden Informationen. Nicht überraschend ist, dass Käufer von Staatsanleihen sich an diesen Bonitäten orientieren. Erstaunlich aber, dass in den letzten Jahren die Ratingagenturen hier die Rolle eines hohen Gerichtshofes auszuüben scheinen – soviel Macht und Einfluss billigen ihnen offensichtlich die Akteure der Finanzwelt zu.

Jetzt wurde bekannt, dass weitere europäische Länder ihre bisherigen Bestnoten verlieren. Na und?, muss man sich mittlerweile fragen. Nur noch Deutschland, die Niederlande und einige wenige andere Staaten haben noch das “tripple-A”. Welche Rolle soll ein solches Rating noch haben, wenn so wichtige Volkswirtschaften wie Frankreich, die USA oder Japan keine Bestnote mehr haben. Worin besteht dann der Erkenntnisgewinn?

Es scheint so, dass die Agenturen sich selbst ins Aus geschossen haben. Und es wird deutlich, dass (von den Akteuren) wieder mehr Wert auf Hintergrundinformationen und weitere Bewertungen anderer Akteure gelegt werden sollte.

In unserer kleinen Welt, als “normale” Konsumenten haben wir uns daran doch schon längst gewöhnt. Früher gab es nur Stiftung Warentest (die auch heute noch durchaus verdienstvoll arbeitet); heute informiert sich der Kunde aber auch noch bei den Kundenbewertungen von Amazon, Ciao oder Qype. Mal sehen, wann auch die Finanzwelt begreift, dass mehr zählt als nur die Bewertung einer Ratingagentur.

Bei AKAD (und auch anderen Fernlehrinstituten) jedenfalls erleben wir, dass unsere Kunden sehr häufig bestens informiert sind und wohl zu unterscheiden wissen, welche Ratings eine sinnvolle Orientierung bieten und welche Informationen darüber hinaus entscheidend sind.

14. November 2011

Zuverlässigkeit

“Zuverlässigkeit entsteht nicht durch die Kontrolle der vorhandenen Bedingungen, sondern durch das permanente Adaptieren an sich verändernde Bedingungen”. So schreibt in einem Blogbeitrag die von mir schon einmal und gerne zitierte Annette Gebauer. Ihr Thema, das “mindfull organizing” ist mir nicht nur aus der betrieblichen Praxis eines Weiterbildungsinstitutes sympathisch, ich sehe darin auch eine Möglichkeit, gerade in den unsicheren Zeiten der aktuellen Wirtschaftskrise Verlässlichkeit zu schaffen. Vielleicht sind sogar einige der unerwarteteren Änderungen in der Politik von Angela Merkel aus der Einsicht geboren, dass es besser ist, sich gesellschaftlichen Entwicklungen anzupassen.

17. August 2011

Steuern für Superreiche?

Warren Buffett hat sich kürzlich zu seiner Steuerbelastung geäußert. Offensichtlich ist es ihm (fast) peinlich, dass er weniger Steuern zahlt als seine Mitarbeiter. Er regt an, Superreiche höher zu besteuern – und vertritt damit eine Position, mit der Barrack Obama politisch gescheitert ist. In den USA sollen zur Verringerung des Defizits in den näcsten Jahren Milliarden gespart werden – auch durch Streichungen bei den Sozialausgaben, die in Amerika sowieso nicht sehr hoch sind. Damit wird die Kluft zwischen Arm und Reich wieder größer, die Spaltung der amerikanischen Gesellschaft nimmt zu.

Ich finde diesen Vorstoß von Mr. Buffet bemerkenswert. Die USA haben eine andere Auffassung von Steuern – der Staat soll sich möglichst aus den Finanzen des Einzelnen heraushalten, den Rest regelt der Markt. Umgekehrt gibt es eine große Spendentradition, nicht nur bei der Parteienfinanzierung, sonder auch für andere philantropische Zwecke; die Stiftung von Bill Gates ist ein gutes Beispiel. Spenden sind freiwillig, Steuern nicht – aber nur Steuern bieten eine gewisse finanzpolitische Handlungssicherheit.

Ins Bild passt auch der italienisch Vorschlag, in Zukunft Besserverdienende höher zu besteuern. So wenig sich jemand über höhere Steuern freuen kann – es erscheint in der aktuellen Situation auf jeden Fall sinvoller, nicht die labilen Sozialsysteme weiter zu beschneiden, sondern die Steuerlast auch von denen tragen zu lassen, die in den letzten 10 Jahren überproportional von den Entlastungen haben profitieren können. Dass selbst Warren Buffett diese Position vertritt (und offensichtlich nicht zum ersten Mal) finde ich schlichtweg sympathisch.

5. August 2011

Gegenskript bei unerwünschten Anrufen

Immer wieder erhält man Anrufe irgendwelcher Call-Center, die einem eine Versicherung, ein Abo oder sonst etwas verkaufen wollen. Professionell betrachtet kann das ganz interessant sein, um zu überprüfen, was man alles NICHT tun sollte, um eine “kalte” Adresse für das eigene Produkt zu erwärmen.

Im Tool-Blog von Stephan List habe ich jetzt einen sehr witzigen Fragebogen gefunden, mit dem man – Zeit vorausgesetzt – versuchen kann, den Spieß herumzudrehen. Ein Projekt von EGBG.  Lesen Sie selbst (Doppelklick öffnet das Originaldokument):

Gegenskript

29. Juli 2011

Norwegen

“Mehr Demokratie und Offenheit” – das soll die Antwort auf das fürchterliche Attentat der letzten Woche sein, so Ministerpräsident Stoltenberg (zitiert u.a. von FAZ und Focus).

Das ist eine sehr souveräne Haltung; Herr Stoltenberg zeigt (menschlich sichtlich erschüttert), dass der norwegische Staat, die norwegische Gesellschaft sich verantwortlich fühlt. Gleichzeitig reagiert er aber nicht mit martialischen Drohgebärden oder einer rachsüchtigen Rhetorik. Ich habe lebhafte Phantasien dazu, wie sich Regierungen anderer Länder verhalten hätten.

Mittlerweile ist man so sehr gewohnt, nach solchen Ereignissen “starke Sprüche” zu hören, dass die Besonnenheit von Herrn Stoltenberg überrascht und auffällt.

23. Juli 2011

Lebensmittelklarheit

Jetzt ist die Website “Lebensmittelklarheit” im Netz erreichbar (wenn auch nur unter Schwierigkeiten, weil offensichtlich der Server den Ansturm nur schwer verkraftet). Hochspannend, dass der offizielle Verbraucherschutz – vertreten durch die Ministerin Aigner – eine solche Seite propagiert und gegen alle Kritik auch durchsetzen kann. Auch ich habe mich schon oft über die merkwürdigen Inhaltsstoffe oder die täuschenden Abbildungen auf Lebensmittelverpackungen geärgert. Dass es jetzt ein offizielles Forum für solche Ärgernisse gibt, ist hervorragend – und ebenfalls interessant, wie sich die Lebensmittelindustrie dazu stellt. Der mündige Verbraucher wird hier sichtbar. Und wer das als Hersteller richtig zu nutzen weiß, der punktet spätestens jetzt mit “sauberen” Inhaltsangaben und ehrlichen Beschreibungen.

Natürlich habe ich auch überlegt, ob ein solches Portal für die Weiterbildungsbranche sinnvoll bzw. notwendig wäre. Aber glücklicherweise gibt es solche krassen Beispiele von Fehlinformationen bzw. Täuschungen in unserer Branche kaum. Im Fernunterricht gewährleistet überdies die ZFU ein sehr großes Maß an Transparenz, und spezielle Portale wie fernstudium-infos oder allgemeine Verbraucherportale wie Ciao bieten Informationsmöglichkeiten darüber, ob “auch wirklich drin ist, was drauf steht”.