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lernen und arbeiten -


24. Februar 2012

Leicht Lesen = Verständliches Deutsch für alle!

Heute werbe ich einmal für die Verwirklichung einer bestechenden Idee auch in Deutschland.  Ich zitiere aus einer Mail der Hamburger Initiatorin:

“Es geht darum, komplizierte Texte in Behördentexten und -broschüren zu vereinfachen. Später sind auch Nachrichten, Internetseiten, Romane etc. in leichter
Sprache denkbar.
Die Idee kommt aus Schweden, wo das Projekt “lättläst” bereits seit über 30 Jahren erfolgreich läuft und vielen Menschen das Verstehen von Texten vereinfacht.”

Wer sich informieren will, findet hier den Link zum Projektvorschlag und hier den Link zum schwedischen Original.

14. November 2011

Zuverlässigkeit

“Zuverlässigkeit entsteht nicht durch die Kontrolle der vorhandenen Bedingungen, sondern durch das permanente Adaptieren an sich verändernde Bedingungen”. So schreibt in einem Blogbeitrag die von mir schon einmal und gerne zitierte Annette Gebauer. Ihr Thema, das “mindfull organizing” ist mir nicht nur aus der betrieblichen Praxis eines Weiterbildungsinstitutes sympathisch, ich sehe darin auch eine Möglichkeit, gerade in den unsicheren Zeiten der aktuellen Wirtschaftskrise Verlässlichkeit zu schaffen. Vielleicht sind sogar einige der unerwarteteren Änderungen in der Politik von Angela Merkel aus der Einsicht geboren, dass es besser ist, sich gesellschaftlichen Entwicklungen anzupassen.

29. Juli 2011

Norwegen

“Mehr Demokratie und Offenheit” – das soll die Antwort auf das fürchterliche Attentat der letzten Woche sein, so Ministerpräsident Stoltenberg (zitiert u.a. von FAZ und Focus).

Das ist eine sehr souveräne Haltung; Herr Stoltenberg zeigt (menschlich sichtlich erschüttert), dass der norwegische Staat, die norwegische Gesellschaft sich verantwortlich fühlt. Gleichzeitig reagiert er aber nicht mit martialischen Drohgebärden oder einer rachsüchtigen Rhetorik. Ich habe lebhafte Phantasien dazu, wie sich Regierungen anderer Länder verhalten hätten.

Mittlerweile ist man so sehr gewohnt, nach solchen Ereignissen “starke Sprüche” zu hören, dass die Besonnenheit von Herrn Stoltenberg überrascht und auffällt.

23. Juli 2011

Lebensmittelklarheit

Jetzt ist die Website “Lebensmittelklarheit” im Netz erreichbar (wenn auch nur unter Schwierigkeiten, weil offensichtlich der Server den Ansturm nur schwer verkraftet). Hochspannend, dass der offizielle Verbraucherschutz – vertreten durch die Ministerin Aigner – eine solche Seite propagiert und gegen alle Kritik auch durchsetzen kann. Auch ich habe mich schon oft über die merkwürdigen Inhaltsstoffe oder die täuschenden Abbildungen auf Lebensmittelverpackungen geärgert. Dass es jetzt ein offizielles Forum für solche Ärgernisse gibt, ist hervorragend – und ebenfalls interessant, wie sich die Lebensmittelindustrie dazu stellt. Der mündige Verbraucher wird hier sichtbar. Und wer das als Hersteller richtig zu nutzen weiß, der punktet spätestens jetzt mit “sauberen” Inhaltsangaben und ehrlichen Beschreibungen.

Natürlich habe ich auch überlegt, ob ein solches Portal für die Weiterbildungsbranche sinnvoll bzw. notwendig wäre. Aber glücklicherweise gibt es solche krassen Beispiele von Fehlinformationen bzw. Täuschungen in unserer Branche kaum. Im Fernunterricht gewährleistet überdies die ZFU ein sehr großes Maß an Transparenz, und spezielle Portale wie fernstudium-infos oder allgemeine Verbraucherportale wie Ciao bieten Informationsmöglichkeiten darüber, ob “auch wirklich drin ist, was drauf steht”.

9. Juni 2011

Managerinnen 50 plus

In einer aktuellen Veröffentlichung des Bundesministeriums für Familie, Frauen, Senioren und Kinder wird geht es um eine Studie, die klären soll, warum so wenige Frauen der Altersgruppe 50 plus in Führungspositionen sind. Im Ergebnis stellt sich heraus, dass hier verschiedene Faktoren zusammenkommen:

  • die Diskriminierung von Frauen im Arbeitsleben
  • die Verweigerung von Führungspositionen
  • die Begrenzung von Aufstiegsmöglichkeiten

Die befragten Frauen reagierten mit drei unterschiedlichen Strategien: Kampf, Resignation oder Ausstieg. Alle reflektierten ihre Positionen und stellten zum Teil fest, dass der berufliche Einsatz sich nicht gelohnt hat. Die gläserne Decke lässt sich für sie nicht durch persönliche oder fachliche Exzellenz durchstoßen.

Ich habe die Studie mit großem Interesse und einiger Frustration gelesen. Meine persönlichen Erfahrungen mit weiblichen Führungskräften sind genauso positiv wie die mit ihren männlichen Kollegen. Die berühmte “Andersartigkeit” in der Führung erklärt sich m. E. zum einen daher, dass weibliche Führungskräfte i.d.R. “mehr” geleistet haben als Männer, um in eine Führungsposition zu gelangen. Zum anderen werden bei Frauen immer noch spezifisch weibliche Verhaltensformen erwartet – warum und welche das sein können, ist selbstverständlich eine berechtigte Frage. Auf jeden Fall sind sie oft mit einem ganzen Bündel unterschiedlicher Erwartungen konfrontiert.

Ich habe mich schon an anderer Stelle für eine Frauenquote ausgesprochen – wenn es denn gar nicht anders geht. Es ist schlicht und ergreifend dumm, wenn unsere Gesellschaft zulässt, dass Frauen immer noch von Führungspositionen (insbesondere in der Wirtschaft) massiv ferngehalten werden. Wenigstens gibt es in der Politik ja mittlerweile einige positive Beispiele, die als Vorbilder dienen können.

2. März 2011

Mode

Seit einigen Tagen läuft auf Arte eine “Fashion Week“. Mehrere kurze Filme sind der Situation kurz vor der Show gewidmet. Ich habe einige dieser Filme gesehen – zu Fendi, Lagerfeld, Sonia Rykiel, Prouenza & Schouler.  Die Situation ist immer ähnlich; die aktuelle  Kollektion muss noch auf die Models angepasst werden, es ist hektisch. Der/die Kreative/n haben noch Inspirationen, die alles Geplante über den Haufen werfen, Models werden krank, kommen zu spät, – und doch ist dann  natürlich jede Show neu, unverwechselbar, großartig.

Warum funktionieren diese Shows? Was ist das Geheimnis? Natürlich ist da zunächst der kreative Kopf, der Ideen- und oft auch Namensgeber. Diese Menschen haben dann einen (kleinen) Stab an Menschen um sich, denen sie absolut vertrauen (können). Das sind dann fast symbiotische Beziehungen zur ersten Schneiderin, zur Chefdesignerin, zu wem auch immer. Sehr wichtig ist dann der ganze Betrieb im Hintergrund – die Schneiderinnen, die dann die Nächte durchnähen, um die letzten Kleider anzupassen, zu besticken; der Sattler, der noch die letzten Lederaccessoires bringt,  usw.  Dann sind da natürlich die Models, die aber merkwürdig blass und austauschbar bleiben – einfach schöne Menschen, die aber hinter der Mode zurücktreten. Alle werden zusammengehalten duch die Begeisterung und Motivation für die Kollektion.

Ich habe mich in vielen Situationen an das eigene berufliche Umfeld erinnert gefühlt. Nein, wir sind als Bildungsunternehmen natürlich nicht so glamourös. Wir sind auch nicht auf solche Events ausgerichtet. Aber diese Begeisterung für unsere Sache, dafür, einen guten Job zu machen, auch wenn es mal turbulent wird, die finde ich auch bei uns. Es gibt genauso die “old hands”, die seit Jahrzehnten Ruhe und Gelassenheit in die Arbeit tragen; es gibt die vielen fleißigen Hände, die dafür sorgen, dass der Betrieb reibungslos läuft. Die Unerbittlichkeit eines Karl Lagerfelds beim Aussortieren der Modelle für die Show findet sich bei uns in dem klaren Bekenntnis zu bester Qualität.

Es gibt auch in der Hamburger Akademie diese Begeisterung für das Bessere, das Neue; wir arbeiten mit  Herzblut. Die Ikone an der Spitze kennen wir nicht – das ist wohl doch ein klarer Unterschied zur Modewelt. Aber auch bei uns geht es darum, mit guten Ideen und großem Engagement ein Publikum zu überzeugen.

29. Oktober 2010

smartLearn-Preis für Weiterbildung 2010

Hinten von links die Jury Vorne von links die Preisträger/innen

Vorne von links die Preisträger/innen: Jana Hoffhenke, Kai-Fabian Knüppel, Helga Slossarek. Hinten von links die Jury: Anno Stockem, Verena Eichholz, Prof. Harald Geissler.

Heute haben wir zum vierten Mal den smartLearn-Preis für Weiterbildung verliehen, wieder mit beeindruckenden Preisträgern. Wir diskutieren gerade im Haus sehr intensiv die Frage der gesellschaftlichen Verantwortung unseres Unternehmens. Bei jedem erfolgreichen Teilnehmer wird diese Verantwortung deutlich: durch die Menschen, die mit ihrem Lernen unsere Gesellschaft verändern. Sie nehmen nicht nur ihr Leben und ihre Karriere selbst in die Hand, sondern entfalten auch gesellschaftliche Wirkung – in Familie, Arbeitsumfeld, Öffentlichkeit. Oder mit einem Zitat von der Seite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung:

“Die Verwirklichung des Lernens im Lebenslauf ist entscheidend für die Perspektive des Einzelnen, den Erfolg der Wirtschaft und die Zukunft der Gesellschaft.”