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EFQM

Nachdem die Hamburger Akademie ihre ISO 9001 – Zertifizierung erreicht hat, beschäftigen wir uns jetzt auch mit den Vorstellungen der ISO 9004. Während die ISO 9001 normativ die Anforderungen an ein Qualitätsmanagementsystem festlegt, ist die ISO 9004 eher eine Management-Philosophie. Hier geht es nicht mehr um das Vorhandensein bestimmter Prozesse, sondern um die Effizienz eines Qualitätsmanagement-Systems.

Eine pragmatisch handhabbare Ausprägung eines solchen Total-Quality-Managements ist das sogenannte EFQM-Modell. Dabei werden in 9 verschiedenen Kategorien systematisch die Reifegrade einer Organisation bewertet. Das System wirkt sehr praxisnah; seine Attraktivität liegt meiner Meinung insbesondere darin, dass sehr viele verschiedene Aspekte eines Unternehmens im Hinblick auf Nachhaltigkeit in den Fokus kommen.

Die besagten 9 Kategorien umfassen auf der Ergebnisseite nicht nur die sogenannten „Schlüsselergebnisse“, die für den Unternehmenszweck stehen, sondern auch „Mitarbeiterbezogene -, Kundenbezogene – und Gesellschaftsbezogene Ergebnisse“. Das gefällt mir deshalb so gut, weil deutlich wird, dass die für den Unternehmenserfolg wichtigsten Gruppen in die Qualitätsbetrachtung mit großem Gewicht einbezogen werden.

Klar ist: ein Unternehmen nach einem solchen TQM-Modell aufzustellen bedeutet ein intensives Nachdenken über das eigene Tun. Klar ist nach meiner Überzeugung aber auch, dass Qualität der entscheidende strategische Erfolgsfaktor der Zukunft sein wird. Den Blick zu weiten und nicht nur eindimensional und monokausal auf die Schlüsselergebnisse zu fokussieren ist letztlich beste systemische Tradition.

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