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Mode

Seit einigen Tagen läuft auf Arte eine „Fashion Week“. Mehrere kurze Filme sind der Situation kurz vor der Show gewidmet. Ich habe einige dieser Filme gesehen – zu Fendi, Lagerfeld, Sonia Rykiel, Prouenza & Schouler.  Die Situation ist immer ähnlich; die aktuelle  Kollektion muss noch auf die Models angepasst werden, es ist hektisch. Der/die Kreative/n haben noch Inspirationen, die alles Geplante über den Haufen werfen, Models werden krank, kommen zu spät, – und doch ist dann  natürlich jede Show neu, unverwechselbar, großartig.

Warum funktionieren diese Shows? Was ist das Geheimnis? Natürlich ist da zunächst der kreative Kopf, der Ideen- und oft auch Namensgeber. Diese Menschen haben dann einen (kleinen) Stab an Menschen um sich, denen sie absolut vertrauen (können). Das sind dann fast symbiotische Beziehungen zur ersten Schneiderin, zur Chefdesignerin, zu wem auch immer. Sehr wichtig ist dann der ganze Betrieb im Hintergrund – die Schneiderinnen, die dann die Nächte durchnähen, um die letzten Kleider anzupassen, zu besticken; der Sattler, der noch die letzten Lederaccessoires bringt,  usw.  Dann sind da natürlich die Models, die aber merkwürdig blass und austauschbar bleiben – einfach schöne Menschen, die aber hinter der Mode zurücktreten. Alle werden zusammengehalten duch die Begeisterung und Motivation für die Kollektion.

Ich habe mich in vielen Situationen an das eigene berufliche Umfeld erinnert gefühlt. Nein, wir sind als Bildungsunternehmen natürlich nicht so glamourös. Wir sind auch nicht auf solche Events ausgerichtet. Aber diese Begeisterung für unsere Sache, dafür, einen guten Job zu machen, auch wenn es mal turbulent wird, die finde ich auch bei uns. Es gibt genauso die „old hands“, die seit Jahrzehnten Ruhe und Gelassenheit in die Arbeit tragen; es gibt die vielen fleißigen Hände, die dafür sorgen, dass der Betrieb reibungslos läuft. Die Unerbittlichkeit eines Karl Lagerfelds beim Aussortieren der Modelle für die Show findet sich bei uns in dem klaren Bekenntnis zu bester Qualität.

Es gibt auch in der Hamburger Akademie diese Begeisterung für das Bessere, das Neue; wir arbeiten mit  Herzblut. Die Ikone an der Spitze kennen wir nicht – das ist wohl doch ein klarer Unterschied zur Modewelt. Aber auch bei uns geht es darum, mit guten Ideen und großem Engagement ein Publikum zu überzeugen.

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