Allgemein lernen

Bildungsbiografie

Am Freitag wurde in einem feierlichen Festakt die Deutsche Universität für Weiterbildung eröffnet. Sie ist eine „Halbschwester“ (50% Klett, 50% Freie Universität Berlin) der Hamburger Akademie für Fernstudien, und so konnte ich interessante Reden kluger Menschen genießen;  u.a. sprach Frau Annette Schavan sowie die Herren Michael Klett, Dieter Lenzen und Jürgen Zöllner.

Mehrfach angesprochen wurden die Themen „Bildungsbiografie“ und „Lebenslanges Lernen“. Mit einigem Abstand betrachtet beziehen sich beide Begriffe – die ich selbst auch immer wieder verwende! – indes auf einer formalen Vorstellung von Bildung. Wer sich z.B. mit Twitter und Flickr auskennt, verfügt über Kenntnisse sozialer Netzwerke, die sehr wohl mit Lernen zu tun haben – aber kaum in einer Bildungsbiografie auftauchen (wobei der Begriff auch nicht klar definiert ist). Wir brauchen eine Form von Kommunikation über Wissen, Können, Kompetenzen, die mehr abbildet als die bisherugen zertifizierten Abschlüsse.

In manchen Bewerbungen finden sich heute schon „Kompetenzprofile“. Ich persönlich finde sie eine gute Ergänzung zu Lebenslauf und Zeugnissen. Natürlich sind formale Abschlüsse, Zeugnisse und Zertifikate noch die übliche  „Währung“. In Großbrítannien gab es früher die Guinee. Das war eine künstliche Recheneinheit von 21 Schilling, die es seit 1813 nicht mehr als Münze gab, die aber noch zur Berechnung bestimmter Werte verwendet wurde. In diesem Sinne könnte uns vielleicht eine „Bildungs- Währung“ weiterhelfen?

2 thoughts on “Bildungsbiografie

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