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Goldblase

In der Presse wird wieder heftig diskutiert, ob wir eine Deflation oder eine Inflation bekommen, oder/und in welcher Reihenfolge. Einzig sichtbares Ergebnis: Der Goldpreis steigt. Mittlerweile ist es offensichtlich gar nicht mehr so einfach, an Goldmünzen oder Barren heranzukommen. Die Prägeanstalt für den „Krüger-Rand“ ist restlos ausgelastet und muss Sonderschichten fahren.

Mittlerweile empfehlen auch sehr viele Finanzberater, einen Teil seines Vermögens (so man welches hat) in Gold anzulegen. Ich frage mich langsam, wo das hinführen soll. Schließlich ist Gold ein reines Spekulationsobjekt – es steht nicht wie eine Aktie für einen Unternehmenswert, es bringt keine regelmäßigen Zinsen wie ein Sparbuch oder ein festverzinsliches Wertpapier. Natürlich kann man es auch zu Schmuck verarbeiten – das ist für die Nachfrage aus dem arabischen Raum wohl ein wirklich relevanter Faktor.

Was wird wohl passieren, wenn der Hype abflaut? Wenn auf einmal alle ebenso schnell ihr Gold verkaufen wollen, wie sie es gekauft haben? Hier versagt meine Fantasie. Denn der Materialwert ist eben fiktiv, industriell ist das Edelmetall nicht mehr wirklich wichtig, und außer für die Schmuckherstellung relativ unnötig.

Fantasie habe ich natürlich für einen anderen Bereich. Ich träume davon, dass die Vermögensberater dieser Welt schreiben:
„… % in Aktien investieren, und 10% sollten Sie in persönlicher Bildung vorhalten.“ Die verliert nur gering (bei ganz zeitgebundenen Themen) an Wert, ist krisen- und diebstahlsicher und trotzt jeder In- oder Deflation. Und vergolden kann man seine Kenntnisse und Fähigkeiten in der Regel nachhaltiger als viele andere Wertgegenstände.

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